|
Es herbstet wieder, die heißen
Sommertage gehören der Vergangenheit an, die tollen
Sommerfunde sind gemacht (oder auch nicht) und es naht
die herbstliche Messesaison. Gestartet wird in Denver, da
bin ich dieses Jahr aus Kostengründen nicht dabei, zumal
es letztes Jahr dort auch nicht so erhebend war und auch
Tucson ein Bild des Elends (Amerika unter der Regierung
Bush !) abgab. Nach Turin Anfang Oktober kommt wieder auch zum gewohnten Termin am letzten Wochende im Oktober das Highlight der europäischen Mineralienmessen und nach meiner unmassgeblichen Meinung in der Welt (nach Tucson) mindestens Rang zwei einnehmend MÜNCHEN !
Damit das hier nicht die
reine "Bleiwüste" wird habe ich auch noch ein
paar Schnappschüsse von den Münchner Mineralientagen
2000 eingefügt.
Ein schönes Stück aus den Sammlervitrinen.
Tucson ist auf der Welt was Größe, Dauer und Anzahl der Aussteller angeht unangefochten die Nummer 1, ist aber eben ganz amerikanisch und chaotisch anders als München. Vor allem schmeckt in München das Bier erheblich besser ! Und wer will das sommerlich bunte, quirlige Treiben in Saint-Marie-aux-Mines mit der etwas gesetzteren Atmosphäre der "ordentlich" in Messehallen abgehaltenen Müncher Börse vergleichen. In Tucson ist es dagegen schon Im Januar/Februar sommerlich warm, wenn es nicht gerade regnet, aber das soll ja auch während eines deutschen Sommers vorkommen. Das Essen dort ist leider unter aller Kanone wenn man nicht gerade ein Fan von Pizza und Hamburgern ist. Es sei denn man kennt als Eingeweihter die wenigen guten und preiswerten Restaurants und Steakhäuser. Das die Hamurger Messe im Dezember in Deutschland Rang 2 einnimmt können sie in einem meiner früheren Kommentare nachlesen.
Auch in dieser Kristallkugel war die Zukunft des Mineralienmarktes nicht zu sehen !
Ja München 2000 das war schon was ! Erst der ungewöhnlich frühe Termin Anfang Oktober und dann noch der Platzmangel in den nur zwei Messehallen. Fasst jeder musste Einschränkungen hinsichtlich der Standgröße und der Platzierung hinnehmen und die Aussteller mussten enger zusammenrücken als gewöhnlich. Am Mittwoch Morgen verliesen gerade die letzten Handwerker die neu erbauten Hallen, die eben nicht rechtzeitig zur Bäckerfachmesse fertig wurden, so das die Mineralientage dort noch hineinschlüpfen konnten.
Da reflektiert mal schön !
Nun jeder wird verstehen, dass ein Parkplatz der
reserviert ist für Journalisten, Prominenz (auf gut
bayerisch "Großkopferte") und andere
Behinderte gleich morgens um 5 Uhr geräumt werden muß.
Da sind die Aussteller die Ihre Fahrzeuge dort voller
Bosheit und Ignoranz abgestellt haben sicherlich noch
nicht da und man spart sich dann ja auch die Durchsage
mit der Bitte die Fahrzeuge wegzufahren bevor sie dem
Abschlepphaken anheimfallen. Manch einer suchte dann
Freitag abends sein Fahrzeug vergebens und erst ein Anruf
bei der Polizei ergab schließlich, daß die vermeintlich
entwendete und möglicherweise schon in Polen gewähnte
Mineralienkutsche, bei Nacht und Nebel in ein weit
entferntes Quartier abgeschleppt worden war.
Unter dem exotischen Namen Tschermigit wurden diese fluoritähnlichen Oktaeder aus Rußland angeboten.
Nun denn die Münchner Mineralientage trifft da eigentlich keine Schuld. Die Abschleppaktion wurde von einem lieber unbekannt bleibenden Angestellten der Münchner Messe selbst angeordnet. Die Abschleppfirma tat nur ihre Pflicht. Jeder wurde auch zum Abstellplatz seines Autos persönlich hinchauffiert.
Wenn man natürlich weiß das es sich bei Tschermigit um Ammoniumalaun handelt, wird schnell klar das es sich dabei um gutgemachte Kristallzüchtungen handelt.
Die Abschleppkosten wurden ohne Wenn und Aber voll erstattet, lediglich der Dauerparkausweis musste soweit nicht schon vorhanden nachgekauft werden. Man darf vermuten, das es hinter den Kulissen noch ein geharnischtes Donnerwetter gegeben hat und einige Köpfe wenn sie denn nicht rollten doch zumindest bedenklich wackelten. Nun denn zum Parken und zum Ein- und Ausladen gibt es noch einiges zu sagen. Hoffen wir, das das Messeparkhaus fertig ist und auch genutzt werden kann, damit Aussteller und Besucher nicht bei Wind und Wetter eine kilometerlange "Finnische Seenplatte" durchqueren müssen. Sei es das die wild herumfuchtelnden APCOA-Mitarbeiter (die Gesellschaft an die die Parkplätze verpachtet sind, im Austellerjargon auch liebevoll ABKOCHA genannt) endlich wissen wo es lang geht.
Ein bischen Spass muß ein...
Genug der (hoffentlich konstruktiven) Kritik.
München wird im Prinzip dieses Jahr genauso aufgeteilt
wie schon 1999 und 1998. Aber wer Radio Eriwan kennt
weiß es heißt im Prinzip ja, aber...
Auschnitt aus dem Plan
des Münchner Messegeländes zur Veranschaulichung. Im Jahr 2000 wurde dann alles anders , Eingang über das Foyer von Halle C 3 und auch den Eingang "West" , aber für die Aussteller und die Sonderschau standen nur die Hallen C1 und C2 zur Verfügung, die wie vorhin geschildert gerade noch rechtzeitig bezugsfertig wurden. Dadurch musste die Sonderschau schrumpfen, die damals praktischerweise dem Diamant gewidmet war. Die sind ja nicht so groß ! Die Aussteller wurden neu zusammengewürfelt, wobei nicht jeder den gewohnten Platz auch hinsichtlich der Größe erhalten konnte. Im Jahr 2001 stehen nun drei gleichgroße Hallen zur Verfügung, dadurch ist das Platzangebot sogar größer als 1998 und 1999, was wohl vor allem der Sonderschau zu Gute kommt. Nun kommen wir zum "im Prinzip ja aber...". Wer 1998 und 1999 in Halle C3 war dürfte sich in Halle B1 wiederfinden am Haupteingang "West" also alles um 180 Grad gedreht. In Halle B2 finden sich "Desert Inn" Überseestand sowie die "bessere Gesellschaft" und B3 mit Eingang Nord wird nun vor allem von den "Sammlern" und dem "Fußvolk" gehalten. Auf die Sonderschau darf man dieses Jahr besonders gespannt sein. Auf dem Messeplan ist nur eine große "Black Box" zu sehen was wohl auch dem Thema "Höhlengeheimnisse" entspricht. Eine künstliche Höhlenlandschaft mitten auf der Messe ? Ein hoher Erlebnisswert ist da sicherlich garantiert. Wenn da die Werbetromel ordentlich gerührt wird, kann vieleicht doch ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden. Bleibt zu hoffen, das trotz typisch deutschen Gejammers über die ach so schlechte Konjunktur, noch der eine oder andere D-Mark Sparstrumpf geleert wird bevor das Finanzamt peinliche Fragen anlässlich des Euro-Umtauschs stellen kann.
Sonderschau "Diamanten" Münchner Mineralientage 2000
Klein aber fein !
Und wo finden Sie eigentlich mich ?
Auf dem großen Plan schauen Sie einfach mal nach "B3 / 49 - 30" da finden Sie dann den obigen Ausschnitt wieder !
Also ich hoffe doch wir sehn uns in München ! Wann das ist, wollen Sie wissen, und wo und wie und was noch alles ?
![]()
![]()
|