München 2001
Halle C1
Ein Blick in die Halle C1, München 2000.
Ein Vorbericht und ein Nachruf auf München 2000...
Es herbstet wieder, die heißen Sommertage gehören der Vergangenheit an, die tollen Sommerfunde sind gemacht (oder auch nicht) und es naht die herbstliche Messesaison. Gestartet wird in Denver, da bin ich dieses Jahr aus Kostengründen nicht dabei, zumal es letztes Jahr dort auch nicht so erhebend war und auch Tucson ein Bild des Elends (Amerika unter der Regierung Bush !) abgab.

Nach Turin Anfang Oktober kommt wieder auch zum gewohnten Termin am letzten Wochende im Oktober das Highlight der europäischen Mineralienmessen und nach meiner unmassgeblichen Meinung in der Welt (nach Tucson) mindestens Rang zwei einnehmend MÜNCHEN !

Damit das hier nicht die reine "Bleiwüste" wird habe ich auch noch ein paar Schnappschüsse von den Münchner Mineralientagen 2000 eingefügt.

Zum Bericht über München 1999
Zum Bericht über München 1998

Silberstufe
Ein schönes Stück aus den Sammlervitrinen.
Wenn wir schon beim Verteilen von Ranglistenplätzen sind, Rang 2 in Europa hat sicherlich wenn auch nur ganz knapp hinter München und wenn es die ganze Woche nicht regnet vielleicht wirklich nur ganz knapp, Saint-Marie-aux-Mines.
Tucson ist auf der Welt was Größe, Dauer und Anzahl der Aussteller angeht unangefochten die Nummer 1, ist aber eben ganz amerikanisch und chaotisch anders als München. Vor allem schmeckt in München das Bier erheblich besser ! Und wer will das sommerlich bunte, quirlige Treiben in Saint-Marie-aux-Mines mit der etwas gesetzteren Atmosphäre der "ordentlich" in Messehallen abgehaltenen Müncher Börse vergleichen.
In Tucson ist es dagegen schon Im Januar/Februar sommerlich warm, wenn es nicht gerade regnet, aber das soll ja auch während eines deutschen Sommers vorkommen. Das Essen dort ist leider unter aller Kanone wenn man nicht gerade ein Fan von Pizza und Hamburgern ist. Es sei denn man kennt als Eingeweihter die wenigen guten und preiswerten Restaurants und Steakhäuser. Das die Hamurger Messe im Dezember in Deutschland Rang 2 einnimmt können sie in einem meiner früheren Kommentare nachlesen.
Kristallkugel
Auch in dieser Kristallkugel war die Zukunft des Mineralienmarktes nicht zu sehen !
Nun denn zurück nach München ! Dieses Jahr stehen wieder 3 große Hallen zur Verfügung nachdem es im Jahr 2000 in nur 2 Hallen doch recht eng wurde.
Ja München 2000 das war schon was ! Erst der ungewöhnlich frühe Termin Anfang Oktober und dann noch der Platzmangel in den nur zwei Messehallen. Fasst jeder musste Einschränkungen hinsichtlich der Standgröße und der Platzierung hinnehmen und die Aussteller mussten enger zusammenrücken als gewöhnlich. Am Mittwoch Morgen verliesen gerade die letzten Handwerker die neu erbauten Hallen, die eben nicht rechtzeitig zur Bäckerfachmesse fertig wurden, so das die Mineralientage dort noch hineinschlüpfen konnten.
Kristallkugel
Da reflektiert mal schön !
Man stolperte geradezu noch über Farbeimer und Gerüstteile. Das Rein und Raus zum Aufbauen war gelinde gesagt chaotisch und nervenaufreibend. Freitag morgens um 5 Uhr wurden dann noch etliche Ausstellerfahrzeuge von einem Parkplatz abgeschleppt, der Tags zuvor noch extra zugewiesen wurde, da der planmässige Ausstellerparkplatz von den "Bäckern" belegt war.

Nun jeder wird verstehen, dass ein Parkplatz der reserviert ist für Journalisten, Prominenz (auf gut bayerisch "Großkopferte") und andere Behinderte gleich morgens um 5 Uhr geräumt werden muß. Da sind die Aussteller die Ihre Fahrzeuge dort voller Bosheit und Ignoranz abgestellt haben sicherlich noch nicht da und man spart sich dann ja auch die Durchsage mit der Bitte die Fahrzeuge wegzufahren bevor sie dem Abschlepphaken anheimfallen. Manch einer suchte dann Freitag abends sein Fahrzeug vergebens und erst ein Anruf bei der Polizei ergab schließlich, daß die vermeintlich entwendete und möglicherweise schon in Polen gewähnte Mineralienkutsche, bei Nacht und Nebel in ein weit entferntes Quartier abgeschleppt worden war.

Tschermigit
Unter dem exotischen Namen Tschermigit wurden diese fluoritähnlichen Oktaeder aus Rußland angeboten.
Saftig bei dieser Aktion nach Gutsherrenart war auch die geforderte Abschleppgebühr von fast 200.- DM. Da fühlte man sich schon eher an St.Pauli-Nepp erinnert, wo dort aber die "Abschleppgebühr" eher von den im amerikanischen so treffend "hooker" genannten Bordsteinschwalben eingefordert wird.
Nun denn die Münchner Mineralientage trifft da eigentlich keine Schuld. Die Abschleppaktion wurde von einem lieber unbekannt bleibenden Angestellten der Münchner Messe selbst angeordnet. Die Abschleppfirma tat nur ihre Pflicht. Jeder wurde auch zum Abstellplatz seines Autos persönlich hinchauffiert.
Tschermigit-Mafia
Wenn man natürlich weiß das es sich bei Tschermigit um Ammoniumalaun handelt, wird schnell klar das es sich dabei um gutgemachte Kristallzüchtungen handelt.
Die freundlichen Damen vom Messebüro der Mineralientage taten alles um die Wogen der Erregung unter den "Abschleppopfern" zu glätten. Ein Aussteller drohte gar mit dem sofortigem Abbruch der diplomatischen Beziehungen ( d.h. mit dem Schließen seines Standes...).
Die Abschleppkosten wurden ohne Wenn und Aber voll erstattet, lediglich der Dauerparkausweis musste soweit nicht schon vorhanden nachgekauft werden.
Man darf vermuten, das es hinter den Kulissen noch ein geharnischtes Donnerwetter gegeben hat und einige Köpfe wenn sie denn nicht rollten doch zumindest bedenklich wackelten.
Nun denn zum Parken und zum Ein- und Ausladen gibt es noch einiges zu sagen. Hoffen wir, das das Messeparkhaus fertig ist und auch genutzt werden kann, damit Aussteller und Besucher nicht bei Wind und Wetter eine kilometerlange "Finnische Seenplatte" durchqueren müssen.
Sei es das die wild herumfuchtelnden APCOA-Mitarbeiter (die Gesellschaft an die die Parkplätze verpachtet sind, im Austellerjargon auch liebevoll ABKOCHA genannt) endlich wissen wo es lang geht.

Spass muß sein !
Ein bischen Spass muß ein...
Oder das die liebenswürdigen Zeitgenossen, die bequemerweise ihr Auto zum Ausladen direkt in die Halle fahren, dann aber erstmal für zwei Stunden zu einem Schwätzchen mit Kollegen verschwinden und sämtliche Durchfahrten blockieren, freundlich aber bestimmt aufgefordet werden ihr Fahrzeug auszuladen und aus der Halle zu enfernen. Da wäre manchmal die Drohung mit dem Abschlepphaken doch angebracht.

Genug der (hoffentlich konstruktiven) Kritik. München wird im Prinzip dieses Jahr genauso aufgeteilt wie schon 1999 und 1998. Aber wer Radio Eriwan kennt weiß es heißt im Prinzip ja, aber...
Also um es mal klar zu machen 1998 und 1999 war alles in den Hallen C3, B3 und B2 untergebracht. Haupteingang war "Nord" über das Foyer von Halle C3 wobei in C3 die Sonderschau und die Kabinenstände der "Haute-Volaute" unter den Ausstellern untergebracht wurden. Überseestand, Desert Inn und die "bessere Gesellschaft" in Halle B3 und in Halle B2 der Rest vom Schützenfest. Halle B1 und C1, C2 gab es damals noch nicht !

Übersichtsplan Messe München
Auschnitt aus dem Plan
des Münchner Messegeländes
zur Veranschaulichung.

Im Jahr 2000 wurde dann alles anders , Eingang über das Foyer von Halle C 3 und auch den Eingang "West" , aber für die Aussteller und die Sonderschau standen nur die Hallen C1 und C2 zur Verfügung, die wie vorhin geschildert gerade noch rechtzeitig bezugsfertig wurden. Dadurch musste die Sonderschau schrumpfen, die damals praktischerweise dem Diamant gewidmet war. Die sind ja nicht so groß ! Die Aussteller wurden neu zusammengewürfelt, wobei nicht jeder den gewohnten Platz auch hinsichtlich der Größe erhalten konnte.

Im Jahr 2001 stehen nun drei gleichgroße Hallen zur Verfügung, dadurch ist das Platzangebot sogar größer als 1998 und 1999, was wohl vor allem der Sonderschau zu Gute kommt. Nun kommen wir zum "im Prinzip ja aber...". Wer 1998 und 1999 in Halle C3 war dürfte sich in Halle B1 wiederfinden am Haupteingang "West" also alles um 180 Grad gedreht. In Halle B2 finden sich "Desert Inn" Überseestand sowie die "bessere Gesellschaft" und B3 mit Eingang Nord wird nun vor allem von den "Sammlern" und dem "Fußvolk" gehalten.

Auf die Sonderschau darf man dieses Jahr besonders gespannt sein. Auf dem Messeplan ist nur eine große "Black Box" zu sehen was wohl auch dem Thema "Höhlengeheimnisse" entspricht. Eine künstliche Höhlenlandschaft mitten auf der Messe ? Ein hoher Erlebnisswert ist da sicherlich garantiert. Wenn da die Werbetromel ordentlich gerührt wird, kann vieleicht doch ein neuer Besucherrekord aufgestellt werden. Bleibt zu hoffen, das trotz typisch deutschen Gejammers über die ach so schlechte Konjunktur, noch der eine oder andere D-Mark Sparstrumpf geleert wird bevor das Finanzamt peinliche Fragen anlässlich des Euro-Umtauschs stellen kann.

Sonderschau "Diamanten" Münchner Mineralientage 2000
Klein aber fein !

Diamantsonderschau  Diamantsonderschau
Diamantsonderschau  Diamantsonderschau
Diamantsonderschau  Diamantsonderschau

Und wo finden Sie eigentlich mich ?
In Halle B3 direkt an der Wand, aber an der Westseite zum gemeinsamen Innenhof mit der Halle B2 hin, neben Manfred Schwarz und MIKON (Matthias Rheinländer), Standnummer B3.137.

Detailplan

Auf dem großen Plan schauen Sie einfach mal nach "B3 / 49 - 30" da finden Sie dann den obigen Ausschnitt wieder !
Den Gesamtplan als zoombare PNG-Grafik finden Sie hier : GESAMTPLAN

Also ich hoffe doch wir sehn uns in München ! Wann das ist, wollen Sie wissen, und wo und wie und was noch alles ?
Dann gehen Sie doch direkt zur Homepage der Mineralientage unter : www.mineralientage.de ! Da erfahren Sie alles aus erster Hand.

Christian Egeler  Unbekannte Schöne
Fleissiger Arbeiter (Gunnar Färber)  Der Stand mit dem Gold aus Papua Neuginea
war exotisch dekoriert
Keine Lust zum Verkaufen aber dafür zum Zeitung
lesen hatte dieser Kollege aus Bulgarien.

ENDE